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EDITORIAL

Der Traderlehrling

Lothar Albert 
Chefredakteur und Herausgeber

Wie bei allen Berufen ist es auch beim Trading so, dass es eine gewisse Ausbildung braucht, um das Handwerk erfolgreich umsetzen zu können. Wie bei einer Schreinerlehre beispielsweise ist es notwendig, das Handwerkszeug zu erlernen. Zunächst gilt es herauszufinden, wie die Börse überhaupt funktioniert, welche Märkte und Instrumente es gibt, welche Risiken dort lauern, welchen Broker man nutzen möchte, wie Oderaufgabe und Trademanagement funktionieren. Ein wenig Wissen um wirtschaftliche Zusammenhänge kann ebenfalls nicht schaden. Dann geht es um den Handelsansatz. Möchte man intraday handeln, Swings handeln oder vielleicht Optionen schreiben? Hier beginnt das Problem. Woher will man wissen, was zu einem passt? Klar, verschiedene Strategien haben unterschiedliche Befindlichkeiten, ein im Vollzeitjob tätiger Trader kann schlecht den Minutenchart überwachen. Aber das ist nur eine Seite der Medaille. Die andere ist, ob die gewünschte Strategie denn auch zum jeweiligen Trader passt. Bevor man die Antwort auf diese Frage mit Gewissheit geben kann, heißt es Erfahrung zu sammeln. Und hier kommen wir zu den meiner Meinung nach wichtigsten zwei Parametern im Trading: Erfahrung und Mindset. Erst die Erfahrung lehrt, ob das, was man tut, auch von Erfolg gekrönt sein wird. Und der Pfad ist kein leichter, er ist weder geradeaus noch eben. Eher kurvig mit vielen Anstiegen und Umwegen. Mit anderen Worten, der Weg zum erfolgreichen Trader ist gepflastert von try and error, von Rückschlägen und Enttäuschungen. Aber auch von Erfolgserlebnissen, die vielleicht falsche Sicherheit geben und Jungtrader übermütig werden lassen. Eine lange Reise also. In unserer Coverstory begeben wir uns auf diesen Pfad. Viel Spaß !

PS: Nach der Lektüre wissen Sie, warum kein 30-jähriger je Market Wizard wurde.